Gemeinsam mit unseren Hunden jagen und leben wir in wildreichen Hoch- und Niederwildrevieren.
Unsere abwechslungsreichen
Jagdgelegenheiten erfordern vielseitige Hunde. Als Nachsuchenführer
brauchen wir absolut ruhige und wildscharfe Hunde. Absolute Standruhe
ist beim Ansitz auf Schalenwild erforderlich, wir erwarten sicheres
Vorstehen und Bringen von Niederwild, freudige Wasserarbeit auch in
kalten und schnell fließenden Gewässern und natürlich eine systematische
ausdauernde Suche. Eine besonders ausgeprägte Raubwildschärfe ist kein
muß, sie ist jedoch bei unsern Hunden sehr ausgeprägt.
Wir sind davon überzeugt, dass
unseren Hunden eine Früh(st)erziehung und
–Prägung gut tut. Bereits die Welpen werden spielerisch mit allem
vorkommenden Wild konfrontiert und haben deshalb mit Raubzeug und
Raubwild keine Berührungsängste. Farah, Lonie und Delaila „apportierten“ bereits
mit 12 Wochen stolz Jungfüchse, Steinmarder und Krähen. Es schadet auch
unserer Ansicht nach überhaupt nicht, wenn die jungen Hunde frühzeitig
erfahren, was mit „Sitz“, „Platz“ und „Hier“ bzw. „Komm“ gemeint ist.
Was man frühzeitig bei den Hunden verankert, muß später nicht mit
viel Aufwand und Druck erarbeitet werden. Aber, das ist Ansichtssache.
Eine negative Auswirkung von zuviel Übung vor der Jugendsuche kann zum
Beispiel ein nicht brillantes Ergebnis auf der Jugendsuche sein,
weil der Hund bei der Jugendsuche nicht bis zum Horizont sucht. Aber,
damit können wir leben. Entscheidend für uns ist, dass der junge
Hund Spaß und Erfolgserlebnisse an der frühen Übung hat und nicht
überfordert wird. Die Hunde
können fast alle Räume des Hauses betreten. Sie wurden sogar schon auf
Sofas, Liegen und ähnlichen Möbeln gesichtet. Sie haben jedoch ein
ziemlich sicheres Gespür dafür, was wann geht. Ein etwas lauteres Wort und
die Hunde verziehen sich in ihre Körbe und werden erstmal unsichtbar.
Der Vizsla und seine Herkunft:
Unter dem Namen Magyar Vizsla bekannt, hat der Ungarische
Vorstehhund in Deutschland an Bedeutung gewonnen. In frühester Zeit war die
Puzsta mit ihrer gewaltigen Grassteppe das ideale Tummelfeld für die Beizjagd
mit dem Falken und die Parforcejagd. Für diese Bedürfnisse züchteten
ungarische Jäger aus hirschroten Begleithunden einen flotten Sucher und
Verfolger.
Geschichte:
Im Jahr 896 ließ sich ein Nomadenvolk im Pannonischen Becken nieder,
die Magyaren (sprich: madjaren) - das ist auch heute noch der einheimische
Name für die Einwohner Ungarns, die sich größtenteils als Nachfahren dieser
ausgezeichneten Jäger und Reiter betrachten. Der Namensteil "Magyar"
bedeutet also einfach ungarisch. Über die Herkunft der Bezeichnung Vizsla
ist weniger Genaues bekannt. Wenn man aber auch nicht die ursprüngliche
Bedeutung des Wortes zurückverfolgen kann, so wurde das
Wort doch schon sehr früh als Bezeichnung für Jagdhunde benutzt und ist dann
zum Namen der heutigen Vorstehhundrasse geworden. Magyar Vizsla ist demnach
der Ungarische Vorstehhund.
Über die ältere
Geschichte dieses Hundes gibt es kaum nachprüfbare Angaben, doch nimmt man
an, daß die Magyaren zwei Typen von Jagdhunden kannten: solche, die zur Jagd
mit dem Falken verwendet wurden (also Stöber- oder Vogelhunde) und Hetzhunde
für größeres Wild. Erstere gelten als Vorfahren des Vizsla, schlüssig
beweisen läßt sich diese Theorie jedoch nicht. Die gelbrote Farbe dürfte der
Vizsla von türkischen Jagdhunden erhalten haben, die nach der Invasion der
Osmanen 1526 mit den ansässigen Hunden gekreuzt wurden.
Tigris, der Jagdhund des Fürsten Bethlen Gabor (er wurde
1620 König von Ungarn) ist als Zuchtgrundstock für den Magyar Vizsla
anzusehen.
Thuroczy Tibor, Otrös Balazs, Dr. Polgar Kalman und Felix
Endre ist die heutige Reinzüchtung, die mit der Gründung des Zuchtvereins am
09.05.1920 begann, zu verdanken. 1935 wurde die Rasse vom FCI anerkannt.
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